factorymaker hat eine Pre-Seed-Runde über 1,1 Millionen Euro abgeschlossen, um die Entwicklung der KI-gestützten Plattform für Industrieanlagen- und Layoutplanung zu beschleunigen. Angeführt wurde die Runde vom Berliner Fonds 2bX, beteiligt hat sich XISTA Science Ventures. Der Abschluss erfolgte im Jänner 2026.
Die Investition kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Europäische Industrieunternehmen stehen unter wachsendem Druck, Anlagen für Industrie 4.0, die grüne Transformation und Reshoring zu errichten und anzupassen. Traditionelle Planungsmethoden können damit nicht Schritt halten.
Das Problem, das factorymaker löst
Konventionelle Industrieanlagenplanung ist langsam, komplex und fehleranfällig. Ein einzelnes Fabriklayout manuell zu erstellen kostet im Schnitt 70.000 Euro und bindet 100 Arbeitstage. Layouts an veränderte Anforderungen anzupassen wird damit unpraktikabel. Fragmentierte Fachdisziplinen und getrennte Werkzeuge erhöhen die Komplexität zusätzlich und führen im weiteren Projektverlauf zu kostspieligen Planungsfehlern.
Minuten statt Wochen
Mit KI-gestützten Designagenten und einer proprietären Datenbank realer Industrieprojekte automatisiert factorymaker Planungsarbeit, die üblicherweise Wochen dauert. Wo Industrieplaner:innen bislang nur zwei oder drei Planungsvarianten für ein Layout durchspielen konnten, bewertet und reiht die Plattform 100.000 Optionen in Minuten. Planer:innen wählen daraus die leistungsstärksten aus – eine wesentliche Hürde für Umplanungen fällt damit weg.
Jede Planungsvariante wird nach Kosten, Prozesseffizienz und Umweltwirkung bewertet. Die Plattform kommt über den gesamten Lebenszyklus der Anlage zum Einsatz, von der Konzeptphase bis zu laufenden Layoutanpassungen. Kund:innen berichten von 82 % kürzerer Planungszeit, 21 % geringeren Baukosten, 36 % reduziertem Materialtransportfluss und einer deutlich verringerten CO₂-Bilanz.
Die Plattform wird bereits von Industrieunternehmen eingesetzt, darunter Siemens Energy, Schaeffler und Hilti.
Die richtigen Partner für den weiteren Weg
factorymaker ist dankbar, Investoren gefunden zu haben, die die Vision für die Zukunft der Industrieplanung teilen.
„Die Resonanz führender Investmentfonds zeigt, wie dringend die Automatisierung der Industrieanlagen- und Layoutplanung gebraucht wird“, sagt Maria Zahlbruckner, Co-Gründerin von factorymaker. „Wir waren in der glücklichen Lage, uns die besten Partner aussuchen zu können.“
Mark Harré, General Partner bei 2bX: „Industrieanlagenplanung ist ein Milliardenmarkt, der noch weitgehend manuell funktioniert – für uns ein Signal für enormes Disruptionspotenzial. Maria und Julia verbinden auf seltene Weise tiefe Fachexpertise mit Produktvision. Sie bauen die Plattform, auf die diese Branche gewartet hat.“
Dr. Annu Gmeiner, Principal bei XISTA Science Ventures, ergänzt: „Das Planen und Umplanen von Industriegebäuden und Prozesslayouts ist ein manueller, arbeitsintensiver Prozess, in dem verschiedenen Quellen zufolge 90 % aller Projektfehler entstehen – mit Nacharbeitskosten in Milliardenhöhe pro Jahr. factorymaker begegnet dem mit automatisierten Designagenten und integrierter Optimierung, sowohl für Neubauten als auch für die Anpassung bestehender Anlagen. Dass Branchenführer wie Siemens Energy, Hilti und Schaeffler die Plattform nutzen, bestätigt den dringenden Bedarf an dieser Technologie. Wir freuen uns, Maria und Julia als außergewöhnliche Gründerinnen dabei zu begleiten, die Industrieanlagenplanung zu verändern.“
Die Mittel fließen in die Marktexpansion und die Produktentwicklung von factorymaker.
„Wir können zu einem kritischen Zeitpunkt skalieren“, sagt Dr. Julia Reisinger, Co-Gründerin von factorymaker. „Europäische Industrieunternehmen stehen durch veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen unter beispiellosem Druck, ihre Anlagen zu bauen und anzupassen. Traditionelle Planungsmethoden kommen da nicht mit. Genau diesen Engpass lösen wir.“